Diese Kleidungsstücke wurden ursprünglich konzipiert, um die Hosen, bzw. Beinlinge ("Strümpfe" bis zur Hüfte oder früher - Oberschenkel) festzuhalten. Dies geschah mit Nestelbändern (vgl. Schnürsenkel, nur in schön). Der Schnitt orientierte sich, zweckgebunden, und weil es schön aussieht, an der militärischen Mode. Im späten 15. Jahrhundert waren Rüstwämser unter der Rüstung getragen worden, und stabilisierten nicht nur den Rumpf, sondern formte ihn auch. Quasi ein "Bauch-weg-Kleidungsstück". Italien war leicht extravagant und verzichtete, ganz besonders etwas später, in der zivilen Variante auf so viel Stoff, wie es nur ging. Dafür quoll das üppige Unterhemd aus den Löchern hervor, die an den Unterarmen, Achseln, oder sonst wo entstanden - grob vereinfacht ausgedrückt. Ideal für italienische Sommer. Die späteren Schnitte - also der gleitende modische Übergang zu dem, was man sich allgemein unter "Renaissance-Mode" vorstellt - hatten die Taille eher auf natürlichem Niveau. Zuvor war sie praktisch etwa auf Höhe der Magengrube.
Brokat-Wams oder Farsetto (ital.)
Bei diesem Wams, vermutlich im katalanischen/spanischen Stil, wird ein handgewebter Seidenbrokat mit Goldfäden, sowie Futter aus Seide, verwendet. Als Vorlage dient ein Gemälde, welches den Herzog in eben solcher Kleidung zeigt.
Damast-Wams oder Farsetto (ital.)
Vorlage dieses Wamses ist ein zeitgenössischer Text mit Augenzeugenberichten. Das weiße Wams aus Seidendamast ist mit Seide gefüttert und verfügt über geschlitzte Ärmel, wie sie typisch für die Mode dieser Zeit sind. Sie ist mit Goldstickerei an den Säumen verziert.
9/25 Betreffender Shop hatte plötzlich kein Interesse mehr daran, seine Waren zu verkaufen, weshalb der Plan umgeändert werden musste. Statt Damast wird dieses Wams in glatter Seide genäht.
5/26 Oder doch in Damast... denn es wurde eine Weberei gefunden.
