Cesar Borgia wurde am 13.9.1475 in Subiaco, Italien geboren.
Er ist der Sohn des Papstes Alexander VI und zum Zeitpunkt der "Italienischen Kriege" weithin bekannt - unter Gegnern eher berühmt-berüchtigt. Seine Titel umfassen:
Cesar Borgia - Herzog von Valentinois und der Romagna, Prinz von Andria und Venafro, Graf von Dyois, Fürst von Piombino, Camerino, und Urbino, Gonfalonier und Generalkapitän der Vatikanischen Streitmacht. Hier und da wurde Cesar Borgia "Valentino", bzw. "il Valentino" genannt.
Grob zusammengefasst, war die Zeit um 1500 in Italien durch große Umbrüche geprägt, vor allem auf politischer Ebene. Italien war in zahlreiche kleine Reiche aufgeteilt und noch nicht vereint, so wie heute. Das wollte die Borgia Familie ändern, die ursprünglich aus Valencia (iberische Halbinsel und heutiges Spanien) stammt.
1500 - das war eine Zeit, in der mittelalterliche Vorstellungen alteingesessener Adelsfamilien mit der Moderne der Renaissance kollidierten - und das in Form zahlreicher Intrigen und Schlachten. Während die Borgias den Blick in die Zukunft und ein modernes Italien richten, hielten die alten Adelsfamilien am mittelalterlichen System fest und waren wenig begeistert darüber, dass die Borgias erfolgreicher als sie waren. Zudem galten sie als Spanier, beziehungsweise Westkatalanen - also keine Italiener. Das war dem italienischen Adel ein Dorn im Auge. Letzten Endes schafften es die Italiener doch, die Borgias einzudämmen ... und so wurde die Geschichte, die stets der Sieger schreibt, entsprechend verändert. Schnell kursierten immer hanebüchenere Geschichten umher und wurden, ohne hinsichtlich des Wahrheitsgehaltes zu evaluieren, aufgeschnappt, weiter ausgeschmückt, und bis heute weiter erzählt. Glücklicherweise gibt es inzwischen ein paar Historiker und Buchautoren, die der Wahrheit auf den Grund gehen wollen ...
Cesar Borgia wird von Zeitgenossen als hochintelligent beschrieben. Neben den erlernten Sprachen Italienisch, Valencianisch, Kastillianisch (Spanisch), Latein und Griechisch, kam noch Französisch hinzu. Schon früh löcherte er Lehrer und andere Gelehrte mit schwierigen Fragen, wie beispielsweise, ob man ein Gerät erfinden könnte, mit welchem man von Burg zu Burg kommunizieren könnte, oder ob es künstliche Gedächtnisse geben könne. Mit Leonardo da Vinci gab es immer wieder enge Kontakte. Nicht nur überarbeitete das Genie Burgen und Wehrtechniken, er soll auch komplexe Geräte für Cesar Borgia erfunden haben. Leider gibt es heute keine Aufzeichnungen darüber, welche der Geräte da Vincis im Zusammenhang mit Cesar Borgia stehen. Vielleicht ist es ja der Helikopter?
Kunst ist ein weiteres großes Thema, was erst heute wieder allmählich klar wird, da es Personen gibt, die die Familie wertfrei zu analysieren versuchen. Cesar Borgia hat, wie auch sein Vater, Künstler gefördert - unter anderem eben Leonardo da Vinci.
