Gedanken
Eine Zeitmaschine besitzen wir nicht, dafür andere interessante Techniken, mit denen man Quellen anzapfen kann, die einem sonst den Zugang verwehren würden. Eine davon nennt sich "Remote Viewing" und ist - im Gegensatz zur landläufigen Meinung unbeteiligter Personen - esoterisches Geschwurbel.
Tatsächlich wurde und wird Remote Viewing von Universitäten und Geheimdiensten untersucht, sowie großen industriellen Komplexen. Es handelt sich um eine Technik zur außerkörperlichen Fernwahrnehmung, welche bei Behörden, etc., streng nach Protokoll durchgeführt wird, um ein verifizierbares Ergebnis zu erzeugen. Remote Viewing kann theoretisch von jedem erlernt werden, der Spaß daran hat, sich an strikte Protokolle zu halten. Wieso dies funktioniert, ist noch unklar oder wurde nicht veröffentlicht. Im schlimmsten Fall kann man es einfach als "Gedankenexperiment" abtun. Wer sich damit jedoch eingehender beschäftigt hat, wird sich für andere Begriffe entscheiden.
Zusammen mit anderen Techniken, die wir hier nicht näher beschreiben werden, ergibt sich ein kleiner Einblick ins 15. Jahrhundert, der sogar bei der Recherche Anwendung findet.
Bevor jetzt irgendjemand Schnappatmung bekommt: Wenn es um Recherche geht, sind Primärquellen immer die erste Wahl. Sekundär sind es Schriften. Tertiär Schriften vom Hörensagen. Bei Unklarheiten werden andere Quellen hinzugezogen, ebenso, um die bestehenden Quellen gegen zu prüfen, da beispielsweise Gemälde nicht immer wörtlich genommen werden können. Oder doch? Die marodierenden Kampfschnecken wurden jedenfalls noch nicht ge-viewed.
Nachfolgend präsentieren wir Dinge aus Sitzungen. Es können auch gezielt Fragen gestellt werden.
Wir bitten, zu beachten, dass die Übersetzung innerhalb des Remote Viewings und der anderen Methoden nicht über elektrische Signale geschieht, die Schall in Worte deuten, sondern auf anderem Wege. Deshalb sind alle Antworten in der Sprache des Fragestellers gehalten, mit dem zur Verfügung stehenden Wortschatz. Es kann vorkommen, dass der vorhandene Wortschatz temporär ausgehebelt wird.
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Über das Smartphone
Im 15. Jahrhundert habe ich nach Fernkommunikationsgeräten gefragt, jetzt bereiten sie mir großes Ungemach.
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Über die Zeitqualität der Gegenwart
Alles wird viel zu schnell und zu oberflächlich gelebt. Der Blick für das Detail ... keine Zeit. Gefühle sind so seicht wie ein ausgetrocknetes Gewässer. Ein Bach. Ein Rinnsal, klein, kaum wahrnehmbar. Ihr solltet euch mehr Zeit nehmen, Gefühle zu leben. Bevor es zu spät ist.
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Über die gegenwärtige Gesellschaft
Wo ist das Herz? Die Gesellschaft heute ist geprägt von Chaos. Es gibt keine Regeln mehr. Jeder hält sich für frei und ist doch gefangen in der Welt der Elektronik, die einen immer schnelleren Takt vorgibt. Einst waren da Menschen, die einander geholfen haben. Man wusste, dass eine Gesellschaft nur funktionieren kann, wenn jeder seinen Teil dazu beiträgt.
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Über die Verleumdungen
Darüber solltet Ihr besser nicht reden! Der interne Kreis weiß, was wirklich geschehen ist. Und der Rest? Sollte auf ewig schweigen, oder nach der Wahrheit fragen.
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Über das Geschichtsbild heute
Man gewinnt den Eindruck, dass es kaum einen Gelehrten oder Schüler gibt, der eine Ahnung hat, wie es zu unserer Zeit zuging.
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Welchen Stoff mögt Ihr am liebsten?
Seidensamt.
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Stimmt es, dass Ihr gerne Dinge inszeniert hat? So etwas wie Theater?
Bilder bleiben dem Volk länger im Gedächtnis als Worte. Sie sind verständlicher. Sprechen eine tiefere Ebene des Seins und Verständnisses an. Es gibt Bilder aus dem 15. Jahrhundert, an deren Details sich die Menschen noch nach über 500 Jahren zu erinnern vermögen. Meine Inszenierungen hatten wohl keinen so lange prägenden Eindruck hinterlassen, aber es reichte für die Zeit. :-)
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Etwas, was Ihr mögt, heute aber niemand mehr weiß?
Blumen.
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Mögt Ihr Pferde?
Sehr.
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Würdet Ihr Tipps zu Strategien oder Taktiken geben?
Kommt ganz darauf an.
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Würdet Ihr Dinge bzgl. Kleidungsrekonstruktionen erklären wollen?
Ja. Theoretisch würde ich das tun wollen... um damit das Bild über uns zu verbessern. Nicht für banale Dinge, die jeder selbst recherchieren kann.
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Wie würdet Ihr die politische Situation des 15. Jahrhunderts beschreiben?
Nicht einfach. Aber auch nicht schwieriger als heute. Damals hatten aber sogar die "Politiker" mehr Anstand... von denen ich anzunehmen dachte, sie verfügten über nicht ein Mindestmaß an Anstand. Dafür hatten sie andere Schwächen, wodurch es am Ende wieder auf das Gleiche heraus kommt, denke ich. Mir gefällt das System heute nicht. Jeder macht, was er will, und Tyrannen herrschen überall. Im Großen und im Kleinen. Das muss sich ändern! Das könnt in diesem Fall nur ihr alle. Einen strategischen Tipp gebe ich euch heute: Ein Volk zu trennen, um es zu schwächen, vor dem Herrscher, ist eine äußerst beliebte Strategie. Man könnte schon fast sagen, es ist eine der Lieblingsstrategien der gängigen Herrscher. Nun wisst ihr, was zu tun ist. Und was NICHT.
